Alles handgemacht...
...oder: Die Entdeckung der Langsamkeit
Auf Schritt und Tritt begegnen wir Kräutern, Blumen, Bäumen,....
Sie sind überall da, wo wir auch gerade hinwollen. Sie
begleiten uns - und wir begleiten sie. Es scheint, als wollten
sie unbedingt bei uns sein. Gönnen wir uns einen Moment
und fragen sie einmal,
wer sie eigentlich sind. Die Kräuter haben so viele Geschichten
zu erzählen. Alles, was uns zum Zuhören fehlt, ist
die Zeit. Und genau diese Zeit können wir uns beim Seifensieden
nehmen.
Was teilen uns diese kommunikativen, ja fast schon schwatzhaften
Lebewesen mit?
Die Ringelblume z.B. erzählt von der Sonne, die sie auch
in der Seife weiterscheinen lässt. Die Geschichten der
Rose handeln von ihrem bezaubernden Duft, der unserer Fantasie
Flügel verleiht und gleichzeitig beruhigend auf strapazierter
Haut wirkt. Ein Gänseblümchen erzählt von kindlichem
Lachen und kann uns und unsere Haut ganz sanft trösten.
Der Lavendel spricht mit klaren Worten zu uns und reinigt uns
nicht nur äußerlich, sondern klart gleichzeitig auch
unsere Gedanken auf.
Die Pflanzen tragen die Botschaft, wie die Menschen sie nutzen
können, in sich. Vieles von ihrer Wirkung steht den Kräutern
ins Gesicht geschrieben: Farbe, Form, Geruch, Erscheinung, Standort,
... und natürlich ihre Geschichten. Wir lauschen den Geschichten
der Kräuter, die sie uns auch dann noch erzählen,
wenn wir sie in achtsamer Weise verarbeitet haben.
Jedes Kräutlein ist für sich genommen eine eigene
Persönlichkeit. Die Frage "Wer bist du?" steht
bei mir am Anfang jeder Seife, wenn ich die Kräuter, Düfte,
Farben etc. aussuche. Daraus wächst immer wieder etwas
Neues und Individuelles.
Wie es zu dieser achtsamen Arbeitsweise kam, erfährst du
hier.